
Die Jobgarantie seines Vorgesetzten wusste Werder Bremens Cheftrainer Horst Steffen zu schätzen. "Es ist keine Selbstverständlichkeit, aber es ist auch eine gute Bestätigung, dass das Vertrauen da ist. Und ich gebe das Vertrauen auch gerne weiter an die Spieler", sagte der 56-Jährige zur Rückendeckung durch den Geschäftsführer Sport Clemens Fritz nach einem erneut frustrierenden Fußball-Abend.
Das 0:2 im Bundesliga-Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim - trotz fast 40-minütiger Überzahl - war bereits das neunte Spiel nacheinander ohne Sieg. Zudem erzielten die Bremer in fünf der vergangenen sechs Spiele keinen eigenen Treffer. Die Werder-Fans unter den 39.500 Zuschauern reagierten mit einem Pfeifkonzert auf die wenig erwärmende Abendvorstellung im nasskalten Weserstadion.
Fritz gibt sich von Steffen überzeugt
Dennoch stellte sich Fritz hinter seinen Trainer. "Weil ich sehe, wie er mit der Mannschaft arbeitet, weil ich eine Mannschaft sehe, die auch vom Trainer die Sachen mit an die Hand kriegt", sagte der 45-Jährige. Trotz der Situation merke er, dass Steffen Energie reinbringe. "Und das ist für mich das Entscheidende."
Trotzdem: Von außen betrachtet könnte das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach zum Endspiel für Steffen werden. Die Gladbacher sind nach ihrem Zwischenhoch selbst wieder in eine Abwärtsspirale geraten und haben von den vergangenen sechs Spielen nur eines gewonnen. Gegen wen will Werder aktuell gewinnen, wenn nicht gegen die Borussia?
"Das ist ein Duell, wo wir sagen können, jetzt kommt ein Gegner, der auf Augenhöhe ist", meinte Steffen. "Also ich glaube, dass die Mannschaft in der Lage ist, Spiele zu gewinnen, und wir arbeiten daran, dass das bald passiert."
Fritz steht selbst in der Kritik
Es sei eine schwierige Situation, räumte Fritz ein. "Aber sollen wir jetzt alle weglaufen und sagen: "Nein, wir stellen uns der Situation nicht"?" Es sei nicht so, "dass wir intern alles schönreden. Also wir gehen schon auch kritisch mit uns um, besprechen natürlich auch die Themen."
Der Trend ist eindeutig: Seit dem 2:1 gegen den VfL Wolfsburg am 7. November gab es für seine Mannschaft keinen Dreier mehr. Werder war damals Tabellenachter, mittlerweile sind die Bremer als 15. nur noch drei Punkte vom Abstiegsrelegationsplatz entfernt.
Fritz hatte Steffen vor der Saison als Nachfolger von Ole Werner vom Zweitligisten SV Elversberg nach Bremen gelotst und ihm den ersten Trainer-Job in der Bundesliga verschafft. Eine Trennung vom 56-Jährigen käme für Fritz einem Eingeständnis eines Fehlers gleich.
Werder Anfang 2026: kaum Tore, keine Siege
Er wird ohnehin schon wegen seiner Transfers von etlichen Fans kritisch beäugt. "Ich bin lange genug bei Werder", sagte der ehemalige Bremer Kapitän. "Und ich glaube, ihr könnt euch vorstellen, dass es natürlich auch nicht spurlos an mir vorbeigeht."
Dabei glaubten er, Steffen und die Spieler in den Partien bei Borussia Dortmund (0:3), gegen Eintracht Frankfurt (3:3) und bei Bayer Leverkusen (0:1) leistungsmäßige Fortschritte gesehen zu haben. Doch für Siege reichten sie nicht.
Wie die Bremer dazu kommen wollen, scheint nach der dürftigen Vorstellung gegen die Hoffenheimer ein kaum zu lösendes Rätsel. Auch für die Spieler. So ideenlos sie im Spiel gegen den Champions-League-Kandidaten aus dem Kraichgau waren, so ratlos wirkten sie nach dem Abpfiff.
"Ich kann nur sagen, dass es die ganzen 90 Minuten nicht gut genug war. Das können wir uns selbst, den Fans und allen anderen nicht anbieten", sagte Mittelfeld-Antreiber Jens Stage. Die Qualitätsfrage sei aber kein grundsätzliches, sondern "ein Formproblem", betonte der Däne.
Trotz Überzahl harmlos
Erstaunlich war, dass Werder kein Kapital aus der Roten Karte für Hoffenheims Wouter Burger (52.) schlagen konnte. Im Gegenteil: Zwei Minuten danach sorgte Grischa Prömel mit dem 2:0 für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Und für eine Aufholjagd reichten die Mittel der Bremer nicht.
Er wisse nicht, wie das sein könne, meinte Aushilfs-Abwehrchef Senne Lynen, der den gesperrten Kapitän Marco Friedl ersetzte. "Das ist einfach zu wenig. So kriegt man nie Ergebnisse hin." Genau die brauchen nicht nur Steffen und Fritz.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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