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- Sturmtief Elli bringt ab Freitag Schnee, Sturm und Glatteis
- Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, Verwehungen bis 50 Zentimeter
- Bahn warnt vor Ausfällen – Behörden raten: zu Hause bleiben
- Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker
Deutschland steuert auf eine hochgefährliche Wetterlage zu: Mit Sturmtief Elli droht ein gefährlicher Mix aus Schnee, Sturm und Glatteis ins Land. Meteorologen warnen vor massiven Verkehrsbehinderungen. Besonders ungemütlich wird es ab der Nacht zum Freitag, wenn das Sturmtief über die Bundesrepublik hinwegzieht. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird verbreitet kräftiger Schneefall erwartet. Den aktuellen Unwetter-Fahrplan finden Sie hier.
Deutscher Wetterdienst warnt vor gefährlicher Wetterlage
Ein stürmischer Ostwind verschärft die Lage zusätzlich. Durch ihn sind Schneeverwehungen möglich, die Straßen und Verkehrswege rasch unpassierbar machen können. Während der Norden und Osten mit Schnee zu kämpfen haben, zeigt sich das Wetter im Süden und Westen von einer anderen, aber nicht weniger gefährlichen Seite. Dort soll der Schnee bei stürmischem Wind aus südwestlichen Richtungen bis Freitagfrüh rasch in Regen übergehen. Örtlich besteht dabei akute Glatteisgefahr, was Autofahrer und Fußgänger zusätzlich gefährdet.
Die Deutsche Bahn (DB) stellte sich bereits auf die Wetterlage ein und kündigte Verspätungen sowie Zugausfälle im Fernverkehr an. Auch Behörden und Meteorologen schlagen Alarm. Die klare Empfehlung lautet: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zu Hause bleiben und das Auto stehenlassen.
Unwetter-Alarm im Januar 2026: Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker
Alle aktuellen Entwicklungen zum Wettergeschehen finden Sie zeitnah hier.
+++ 08.01.2026: Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins bleiben zu +++
Wegen des erwarteten Sturmtiefs "Elli" bleiben die Schulen auch in Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag geschlossen. Das betrifft allgemein- und berufsbildende Schulen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn, wie das Bildungsministerium mitteilte.
An den von Schließungen betroffenen Schulen soll es für die Jahrgangsstufen eins bis sechs aber eine Notbetreuung geben. Die Schülerinnen und Schüler können dort nach Ministeriumsangaben auf Aufgaben zurückgreifen, die ihnen Lehrkräfte bereits im Rahmen des regulären Unterrichts gegeben haben. Schulen könnten zudem über ihr Lernmanagementsystem Unterrichtsmaterial bereitstellen.
Am Freitag bleiben die Schulen auch in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Niedersachsen geschlossen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht. Grund ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewährleistet werden kann.
+++ 08.01.2026: Winter-Sturmtief gefährdet Pauli-Spiel gegen Leipzig +++
Wegen des Wintereinbruchs und weiteren vorhergesagten starken Schneefällen in Hamburg und im gesamten Norden ist das Bundesliga-Spiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig gefährdet. "Angesichts der Wetterlage können wir nicht dafür garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann", schrieb der Club zwei Tage vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf seiner Homepage.
Der Verein beobachte die gesamte Situation sehr genau. "Wir tun das Möglichste, damit das Spiel gegen Leipzig wie geplant stattfinden kann", hieß es weiter. Alle Verantwortlichen des FC St. Pauli arbeiteten seit Tagen an verschiedenen Szenarien und stünden "im kontinuierlichen Austausch mit unterschiedlichen Fachleuten, Behörden, DFL, Dienstleistern und vielen weiteren Beteiligten".
FC St. Pauli: Verein nur verantwortlich für Stadion und Spielfeld
Als Verein sei der FC St. Pauli verantwortlich, das Stadion und das Spielfeld vorzubereiten, habe aber keinen Einfluss auf die Verkehrssituation. Zugleich bedankte sich der Club bei den Mitarbeitenden der Stadtreinigung und anderen Helfenden für ihren Einsatz.
Das erwartete Sturmtief Elli wird nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) die Lage am Freitag noch einmal deutlich verschärfen. Der DWD hat wegen der vorhergesagten Schneefälle und des stürmischen Wetters mit Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde eine amtliche Unwetterwarnung vor starken Verwehungen herausgegeben.
Kein Amateurfußball in Hamburg
Sie gilt für die Region in und um Hamburg, den Norden Niedersachsens sowie den Süden und Westen Schleswig-Holsteins. Diese Wetterbedingungen und die Schneefälle werden im Norden Deutschlands von Freitagmorgen an und für rund 24 Stunden erwartet.
Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) hatte schon am Mittwoch den gesamten Spielbetrieb im Amateurbereich bis einschließlich Sonntag abgesagt.
+++ 08.01.2026:Sturmtief Elli: VW stoppt am Freitag Produktion in Emden +++
Wegen des erwarteten Sturmtiefs Elli lässt VW am Freitag in Emden die Produktion ruhen. Beide Schichten würden entfallen, die Bänder für einen Tag stillstehen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Zuvor hatte die «Nordwest-Zeitung» berichtet. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden.
Grund sei die sich abzeichnende Wetterlage und daraus folgende Probleme für Mitarbeiter und Lieferketten. In Emden werden die Elektromodelle ID.4 und ID.7 gebaut.
An allen anderen VW-Standorten werde die Produktion "nach jetzigem Strand" normal laufen, fügte der Sprecher hinzu. Das gelte auch für das Stammwerk in Wolfsburg. Osnabrück und Zwickau seien derzeit ohnehin noch in der Produktionspause zum Jahreswechsel.
+++ 08.01.2026: Fährverkehr an Nordseeküste wird wegen Sturms weitgehend eingestellt +++
Der erwartete Wintersturm Elli bringt an der niedersächsischen Nordseeküste den Fährverkehr weitgehend zum Stillstand. Mehrere Inseln sind am Freitag nicht per Schiff erreichbar - darunter Langeoog, Norderney und Wangerooge.
Die Inselgemeinde Langeoog teilte mit, den Fährverkehr zwischen Festland und Insel am Freitag komplett einzustellen - angesichts möglicher orkanartiger Böen, unwetterartiger Schneefälle und Niedrigwasser. Wegen der schlechten Wetterlage seien ein sicherer Schiffstransport sowie eine sichere An- und Abreise der Gäste nicht möglich, teilte eine Sprecherin der Inselgemeinde mit.
Auch die Nordseeinsel Wangerooge ist am Freitag nicht per Schiff zu erreichen. Die Deutsche Bahn (DB), die mit einer Tochterfirma den Fährverkehr betreibt, sagte die jeweils zwei geplanten Abfahrten von und zur Insel ab. Keine Fährfahrten gibt es zudem von und zu der Insel Spiekeroog.
Problematisch ist vorrangig der erwartete starke Ostwind. Kräftiger Ostwind ist in den Wintermonaten im Wattenmeer grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Er drückt das Wasser von der Küste weg, Fähren können dann nicht oder nur eingeschränkt fahren.
Eingestellt wird am Freitag auch der Fährverkehr zwischen der ostfriesischen Insel Juist und dem Festland - wegen der aktuellen Vorhersage für Wind und Wasserstände, teilte die Reederei Norden-Frisia in Norddeich (Landkreis Aurich) mit.
Auch der Fährverkehr von und zur Nachbarinsel Norderney fällt am Freitag aus, wie die Fährgesellschaft am Donnerstagmittag mitteilte. Zunächst hatte die Reederei Norden-Frisia nur einzelne Abfahrten am Freitagmorgen gestrichen. Nun soll der gesamte Inselverkehr am Freitag ruhen.
Die Reederei Baltrum-Linie plant für den Freitagnachmittag je eine Schiffsabfahrt von Baltrum zum Festland und von Neßmersiel Richtung Insel. Alle anderen Abfahrten würden gestrichen werden, hieß es.
Auch im Inselverkehr zwischen Emden und der Insel Borkum fallen am Freitag einzelne Fährfahrten aus, wie die Reederei AG Ems auf ihrer Website mitteilte.
+++ 08.01.2026: Rostocker Zoo schließt am Freitag +++
Der Rostocker Zoo bleibt aufgrund aktueller Unwetter- und Sturmwarnungen für die Region am Freitag geschlossen. Auch die geplante Abendveranstaltung "ZooLichtZauber" falle aus, teilt der Zoo mit. Am Samstagvormittag würden dann die Parkanlagen auf mögliche Sturmschäden geprüft und diese gegebenenfalls beseitigt, bevor der Zoo um 12 Uhr wieder öffne.
Der Schweriner Zoo bleibt nach aktuellem Stand offen. Wenn sich wegen der Wetterlage Sicherheitsrisiken abzeichneten, behalte man sich aber eine Schließung vor. Auch der Zoo Stralsund bleibt vorerst weiter geöffnet.
+++ 08.01.2026: Hamburg schließt Schulen wegen Schneefalls am Freitag +++
Hamburgs Schulen bleiben wegen der erwarteten schweren Schneefälle am Freitag geschlossen. In einem Schreiben an alle Schulen bat Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack, alle Kinder und Jugendlichen bis zur sechsten Klasse noch am Donnerstag mit Unterrichtsmaterialien auszustatten oder einen möglichen Onlineunterricht vorzubereiten. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass es eine Ganztagsnotbetreuung gebe.
Geplante Prüfungen müssten abgesagt werden. Das gelte auch für die Jugendlichen der Klassen 7 bis 13. Für sie solle ein digitales Unterrichtsangebot gemacht werden. Altenburg-Hack kündigte an, dass die Schulbehörde am Freitagvormittag darüber informieren werde, wie am Montag mit dem Unterricht zu verfahren sei. In Hamburg gibt es rund 273.000 Schülerinnen und Schülern, rund 253.000 davon besuchen eine staatliche allgemeinbildende Schule.
+++ 08.01.2026:Starker Schneefall in Hamburg - Köhlbrandbrücke gesperrt +++
Die Hamburger Köhlbrandbrücke ist wegen des Wetters und rutschiger Fahrbahnen am Vormittag für den Verkehr gesperrt worden. "Aufgrund des starken Schneefalls und der Glätte ist die Köhlbrandbrücke aktuell in beiden Richtungen gesperrt", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Vormittag im Süden Schleswig-Holsteins und in Hamburg Schneefall mit Neuschneemengen von drei bis sechs Zentimetern vorausgesagt. Auch am Nachmittag soll es weiter Schnee geben - allerdings zunächst eher geringfügig. Für den Freitag rechnet der DWD rund um Hamburg mit etwa zehn Zentimetern Neuschnee. Zudem sind stürmische Böen im Binnenland möglich.
+++ 08.01.2026: Witterung sorgt für Verzögerungen am Frankfurter Flughafen +++
Weil Flugzeuge umfangreich enteist werden mussten, hat es am Mittwochabend am Frankfurter Flughafen erneut wetterbedingte Verzögerungen gegeben. 29 Maschinen durften ausnahmsweise nach 23 Uhr starten, wie das hessische Wirtschaftsministerium mitteilte. Der letzte Start erfolgte um kurz vor Mitternacht. Wegen starken Schneefalls hatte es bereits am Montagabend länger Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet gegeben als eigentlich erlaubt. Es waren 22 Starts nach 23 Uhr genehmigt worden.
Am Frankfurter Flughafen gelten zwischen 23 und 5 Uhr Nachtflugbeschränkungen. Verspätete Maschinen dürfen bis Mitternacht landen, wenn etwa schlechtes Wetter der Grund ist. Verspätete Starts sind ebenfalls bis Mitternacht möglich, dafür ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich.
+++ 08.01.2026: Hamburg versinkt im Schnee – Verkehrschaos droht über Nacht +++
Das massive Schnee- und Sturmgebiet zieht von Westen her über Deutschland und legt vor allem den Norden lahm. In einigen Regionen droht der totale Verkehrskollaps. Der Schneefall zieht in der Nacht von Westen auf eine Linie von Hamburg über Berlin bis Dresden. Bereits in den Nachtstunden ist in den Mittelgebirgen mit unwetterartigem Schneefall zu rechnen. Zusätzlich verschärft starker Wind die Lage – die Voraussetzungen für gefährliche Schneeverwehungen sind gegeben. Am Freitagmorgen schneit es sich dann regelrecht ein – besonders von Hamburg bis Berlin. Die Kombination aus Dauer-Schneefall und kräftigem Wind sorgt dafür, dass sich der Schnee auftürmt.
- Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee werden erwartet
- Durch Verwehungen können sich bis zu 50 Zentimeter ansammeln
- Im Norden kommt es gleichzeitig zu stürmischen Böen
Besonders brisant ist die Lage rund um Hamburg. Dort droht ein massives Verkehrschaos – auch auf den Autobahnen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Straßen komplett einschneien und zeitweise unpassierbar werden. Pendler und Reisende müssen mit erheblichen Verzögerungen rechnen.
Nach aktuellen Prognosen gelten folgende Gebiete als Schneeschwerpunkte:
- Lüneburger Heide
- Westliches Mecklenburg
- Teile Norddeutschlands entlang der Linie Hamburg–Berlin
+++ 08.01.2026: Schulausfall in Niedersachsen +++
Bereits am Donnerstag soll wegen des Wetters in einigen Regionen Niedersachsens der reguläre Unterricht an Schulen ausfallen. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt. Betroffen sind Einrichtungen unter anderem in Wilhelmshaven, Emden und im Landkreis Aurich. Es wird nicht ausgeschlossen, dass am Freitag weitere Schulen auch in anderen Bundesländern dazukommen.
+++ 08.01.2026: Behinderungen bei Bus und Bahn befürchtet +++
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sieht Autobahnen und Deutsche Bahn gut gerüstet. Mit Blick "auf die anstehende Schneefront" sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Alle verfügbaren Kräfte sind auf den Straßen, Bahnhöfen und Schienen unterwegs, damit die Verkehrswege sicher befahrbar bleiben."
Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) riet, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verschieben oder deutlich mehr Zeit einzuplanen. Fahrgäste von Bus und Bahn wurden bereits vorgewarnt: Im Gebiet des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen könne es in den kommenden Tagen zu Verspätungen und Teilausfällen im öffentlichen Nahverkehr kommen, sagte eine Sprecherin. Auch Nahverkehrsbetriebe in Schleswig-Holstein schlossen nicht aus, dass der Betrieb eingestellt werden muss.
Auch auf den Schienen dürfte sich das Wetter in den nächsten Tagen auswirken. Von diesem Donnerstag an werde es zu Verspätungen und Zugausfällen im Fernverkehr kommen, schrieb die Deutsche Bahn. "Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können", hieß es. Auch Reisen auf dem Wasser sind betroffen: Einige Fähren von und zu den Ostfriesischen Inseln werden am Freitag voraussichtlich nicht fahren.
+++ 08.01.2026: Streik in Mecklenburg-Vorpommern - Landesamt warnt vor glatten Straßen +++
Wegen möglichen Personalausfalls infolge eines Streikaufrufs warnt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern vor glatten Straßen am Donnerstag. "Durch den Streikaufruf kann es zu personellen Engpässen im Winterdienst kommen", teilte die Behörde mit.
Die Arbeitnehmervertretung habe die Bediensteten der Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Donnerstag zum Streik aufgerufen. Betroffen sind demnach auch die Straßenbauämter des Landes samt dazugehöriger Straßenmeistereien. Hintergrund seien die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder.
"Die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommerns wird dennoch alles versuchen, die Landes- und Bundesstraßen morgen möglichst schnee- und eisfrei zu halten." Der Ausfall des eigenen Personals werde so gut wie möglich mit Fremdfirmen kompensiert. Ein Teil der Räumung werde ohnehin schon an Privatfirmen übertragen, sagte ein Sprecher der Landesbehörde.
Je nach Witterungslage werde der Ersatz von Personal nicht überall in vollem Umfang gelingen, teilte die Behörde mit. "Aufgrund des anhaltend kalten Wetters mit Schneefall ist somit insbesondere in den Morgenstunden Glätte auf den Fahrbahnen nicht auszuschließen." Autofahrerinnen und Autofahrer sollten besonders darauf achten, an die Bedingungen angepasst zu fahren.
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